Aus Jägersicht hält der Frühling vielleicht Perspektiven bereit, die einem noch neu und unverbraucht vorkommen mögen, so wie frischer Morgentau auf einer wenig bewanderten Hütte auf einem Schweizer Alpengipfel. So ist zum Beispiel nur einer statistisch unbedeutenden Minderheit in Deutschland bekannt, dass es sich beim Maibock nicht nur um ein Starkbier, sondern auch um einen im selben Monat gestreckten Rehbock handelt. In Mecklenburg-Vorpommern geht der Bock nämlich bereits schon am 1. Mai auf.

Fun Fact ist, dass dieser heuer auf einen Montag fällt und wir deswegen mit besonders jagdlustigen Jägern zu rechnen haben. Es dürften sich also besonders viele Maiböcke bei uns in der Wildannahme einstellen. Das freut uns als Wildmetzgerei nicht unerheblich, denn diese Maiböcke sind waidgerecht erlegt und schnell zu uns gebracht worden.

Beste Qualität also.

Gourmets kommen beim Gedanken an fein aufgeschnittenes Reh-Carpaccio, Reh-Rilette im Glas oder ein paar Rädle Rehsalami bereits ernstzunehmende Lenz-Wallungen. Aber auch weniger an den profan-lukullischen Dingen Interessierte, sprich, die Mehrheit von uns durch den Alltag stolpernden, dürfte sich für den ein oder anderen Vorteil interessieren. Den aphrodisierenden.