Jagd und Natur in Mecklenburg-Vorpommern

Das Jagen ist wie so mancher Zeit- und Geldvertreib ein in Deutschland strengstens reglementiertes Unterfangen. Nicht ein Schuss fällt, nicht ein Reh wird ohne gesetzliche Grundlage gejagt, denn täte es dies, wäre es Wilderei. Und die, ist wie ebenso mancher Zeitvertreib, ein in Deutschland strengstens strafbares Unterfangen.

Die Konklusion drängt sich also auf, dass wir Jäger uns in einem engmaschigen Netz aus Gesetzen, Erlassen und Verordnungen bewegen. Ausserhalb dieser bewegen wir uns praktisch nie, und wenn, dann nur auf die äussert widerwillig eingegangene Gefahr hin, unseren Jagdschein, unser grünes Abitur (bisweilen das einzige, das wir haben!) zu verlieren. Hiernach steht keinem der uns bekannten Waidgenossen der Sinn, weswegen von einer überdurchschnittlichen Gesetzestreue unserer Lieferanten auszugehen ist.

Beruhigend!

Weniger beruhigend finden es hingegen von jagdlichen Eindrücken bisher verschonte Wildbret-Konsumenten der Generation Y oder darüber hinaus, wenn ihre herbstlich-braun-grüne Vorstellung der Jagdzeit dadurch in sich zusammenfällt, dass ein im Waidwerk Kundiger ihnen die Mitteilung macht, dass sich manche Tierarten durchaus das ganze Jahr über jagen lassen. Findige Leser mit ausgeprägtem Kurzzeitgedächtnis ahnen es bereits: und das ganz legal. Treue Kunden wissen: schmackhafte Tiere noch dazu.